Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Wusterhusen
Johanneskirche | evangelisch
Die Kirche Wusterhusen im Landkreis Ostvorpommern wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Das gleichzeitig entstandene Langhaus wurde am Anfang des 15. Jahrhunderts durch eine dreischiffige Halle mit quadratischem Westturm ersetzt. Der Chor wurde durch einen polygonalen Anbau erweitert. Die 1972 freigelegte farbliche Innengestaltung stammt an den Längswänden noch aus den 13. Jahrhundert. Der Altaraufsatz geht auf einen Umbau des Jahres 1650 zurück.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Aus dieser Zeit blieben fast nur die Seitenwände des ursprünglich rechteckigen Chores erhalten, die aus geschichtetem Feldsteinmauerwerk bestehen. Das gleichzeitig entstandene Langhaus wurde am Anfang des 15. Jahrhunderts durch eine dreischiffige Halle mit quadratischem Westturm ersetzt. Der Chor wurde durch einen polygonalen Anbau im Osten erweitert. Chor und Langhaus sind wegen ihres Kreuzrippengewölbes mit kräftigen Strebpfeilern gestützt. Die Kirche verfügt über zum Teil gedrungene spitzbogige Fenster mit drei massiven vertikalen Streben und quadratische Bleiverglasung. Andere Fenster sind mit eben solchen Backsteinstreben. Im Dach des Chores sind kleine Mansardfenster eingebaut.
 
Innenansicht:
Im Rahmen der Restaurierung des Chores im Jahr 1972 trat ursprüngliche farbliche Innengestaltung wieder zutage, die an den Längswänden noch aus den 13. Jahrhundert stammt und am Gewölbe des Chorpolygons mit diesem am Anfang des 15. Jh. entstanden ist. An der Leibung des Bogens zwischen dem Chor und seinem jüngeren Ostschluss wurden sechs Bildszenen aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts freigelegt. Der farbenprächtige und reich dekorierte Altaraufsatz geht in seiner jetzigen Gestalt im Wesentlichen auf einen Umbau des Jahres 1650 zurück. Die Innenausstattung ist eher schlicht.

In der Kirche befindet sich auch ein Taufstein, der ca. 100 Jahre älter sie selbst ist.
 
Orgel:
Die wertvolle mechanische Schleifladen-Orgel, die Carl August Buchholz aus Berlin 1841 gefertigt hat, ist fast noch im originalen Zustand erhalten. Sie wurde 1923 durch den Orgelbauer Heintze aus Kolberg leicht erweitert. 1951 erfolgte eine Überarbeitung durch B. Grüneberg aus Greifswald.
 
Glocken:

Anzahl: 3   Herstellungsjahr: 1319

Der Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete Westturm hat im Obergeschoss Spitzbogenblenden und doppelt angeordnete rundbogige Schallöffnungen, die in einer Spitzbogenblende eingelassen sind. Der Turm hat vier Dreiecksgiebel mit aufsteigenden Putzblenden. Aus den Giebeln geht der achtseitige Turmhelm mit Wetterfahne hervor. Die älteste der drei Glocken stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1319, die zweite ebenso aus dem 14. Jahrhundert. Eine dritte Glocke wurde 1998 von der Glockengießerei Bachert in Heilbronn gegossen.
 
Friedhof:
Der Friedhof ist von Linden geprägt und mit einer feldsteingeschichteten Mauer umgeben. Auf ihm befinden sich alte Grabkreuze aus dem beginnenden 19. Jahrhundert.