Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Berendshagen
Kirche | evangelisch
Die Kirche Berendshagen im Landkreis Bad Doberan stammt laut eines Gutachtens aus dem 15. Jahrhundert. Andere Auffassungen besagen, dass sie bereits im 13. Jahrhundert entstanden sein soll. Sie wurde auf einem Felsenfundament mit großen Backsteinziegeln errichtet. Sie besteht aus dem dreiteiligem Schiff und Chor. Das Kircheninnere wird jetzt von einer hellen Holzdecke überspannt. Im Mittelfeld des Altars findet sich das Gnadenstuhl-Motiv mit einer Dreieinigkeitskomposition.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Ein Gutachten über den Bauzustand der Kirche datiert ihre Entstehung auf das 15. Jahrhundert. Es gibt aber auch andere Auffassungen, nach denen sie bereits im 13. Jahrhundert entstanden sein soll. Das auf einem Felsenfundament und mit großen Backsteinziegeln errichtete Schiff hat eine dreiteilige basikale Anlage, die im Anfang auf eine Flachdecke im erhöhten Mittelschiff und auf Pultdächer in den Seitenschiffen berechnet war, jetzt aber durch ein einziges Satteldach zusammengefasst wird. Einfache Strebepfeiler stützen die Außenmauern. Der Chor, lang und schmal, hat ebenfalls Felsenfundament und schließt im Osten platt ab. Runde starke, mit Kalk überputzte Säulen auf quadratischer Ziegelbasis trennen Mittelschiff und Seitenschiffe voneinander und tragen auf gotischen Schildbögen die Obermauern des Mittelschiffs. Dank einer Spendenaktion aus dem In- und Ausland beachtliche Summen mit Unterstützung der Bayrischen Evangelischen Landeskirche und der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz wurde die Kirche ab Mitte der 1990-er Jahre restauriert. Das marode Mauerwerk wurde saniert, der Dachstuhl grundlegend erneuert und das Dach neu eingedeckt.
 
Innenansicht:
Das Kircheninnere wird jetzt von einer hellen Holzdecke überspannt. Der Fußboden besteht aus gebrannten roten Ziegeln. Der Altar wurde im Jahr 1668 von der Familie von Meerheimb aus Gnemern gestiftet. Die gleiche Familie hat auch die Kirche 1702 ausmalen lassen, wie im Medaillon an der Ostwand des Kirchenschiffes zu lesen ist. Im Mittelfeld des Altars findet sich das Gnadenstuhl-Motiv, die vollkommenste Dreieinigkeitskomposition: Gottvater mit dem Leichnam Christi im Schoß, über den Köpfen beider die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Darunter das Bild von der Einsetzung des Heiligen Abendmahls, auf den Seitenflügeln eine Darstellung von Marterwerkzeugen verschiedenster Art und über allem das Bild des auferstandenen Christus sowie ein Kruzifixus. Auch die Kanzel von 1702 ist ebenfalls eine Stiftung der Familie von Meerheim. Gegen Ende des Jahres 2000 wurden die Chorfenster erneuert. Die Kosten übernahmen die Nachfahren der Familie derer von Meerheimb. An den Wänden von Kirchenschiff und Altarraum finden sich Reste der Barock-Ausmalung von 1702, auch Spuren von figürlichen Darstellungen wurden entdeckt. Eine der Emporen ist mit einer Inschrift versehen, welche als "Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit" übersetzt wird. Außerdem erinnern die beiden Wappen an die Gutsbesitzerfamilien von Oertzens und von Meerheimb.

Unter dem Fußboden befindet sich eine ausgemauerte Gruft mit alten Wandmalereien aus dem Jahre 1667. Diese Gruft ist gegenwärtig Gegenstand von Feuchtigkeitsuntersuchungen, die Aufschlüsse für den Erhalt der wertvollen Originale liefern sollen. Einer der letzten von Bibows hat sich in dem Beichtstuhl neben dem Altar verewigt: „min egen hant 1586“. In der Kirche befindet sich eine Dendrochronologische Ausstellung ein Überblick über die Restaurierung der Kirche.
 
Glocke:

Anzahl: 1   Herstellungsjahr: 1893

Der Turm, ein einfacher verbretterter Holzbau (wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert) mit einer Barocklaterne, die als Spitze ausläuft, musste im Jahre 1974 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Die Glocke hängt heute in einem freistehenden Glockenstuhl neben der Kirche.