Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Waren
Kirche St. Georgen | evangelisch
Die Kirche St. Georgen in Waren an der Müritz wurde etwa um 1225 aus Feldsteinen errichtet, etwa 1300 das Kirchenschiff in Backsteingotik gebaut und Ende des 1700 Jahrhunderts durch einen Brand stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach Komplettrenovierung im neugotischen Stil wurde sie 1857 neu geweiht. Aus dieser Zeit stammen auch Altar, Kanzel, Emporen und Gestühl.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
St. Georgen wurde etwa um 1225 aus Feldsteinen errichtet, etwa 1300 das Kirchenschiff als dreischiffige Basilika in Backsteingotik gebaut. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurde die Kirche auch durch Brände von 1568 und 1699. Ihr jetziges Aussehen verdankt die Kirche vor allem der Erneuerung des Baues in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts unter Leitung von Baurat Krüger. Ostern 1857 wurde sie neu geweiht. Im Rahmen der Bauarbeiten ging allerdings der alte Chor verlustig, der aus wohl aus dem zu Ende gehenden 12. bzw. beginnenden 13. Jahrhundert stammte. Die heutige St. Georgen ist ein wuchtiger Backsteinbau aus Turm, Mittelschiff und eingezogenem, polygonalen Chor. Sie weist zahlreiche architektonische Details auf. Darunter eine Vielzahl von Friesen, Putzblenden, mit eingelassenen Kreuzen versehene Stützpfeiler. Die Fenster sind meist dreigeteilt und spitzbogig.
 
Innenansicht:
Die Inneneinrichtung aus Altar, Kanzel und Gestühl, Doppelempore, Fenster und Orgel stammt aus der Umbauzeit der Kirche bis 1857. Die gemalten Stadtwappen an den vorderen Bänken bezeichneten die Sitze der Ratsherren. Die Kreuzigungsgruppe über dem Triumphbogen ist eine gotische Holzschnitzerei wohl aus dem 14. Jahrhundert. Sie zeigt den gekreuzigten Jesus, Mutter Maria und Jünger Johannes. Die mittleren und vorderen Kronleuchter sind Stiftungen nach den Bränden von 1708 und 1711. Sehenswert sind die Fenster des Altarraumes und der Seitenschiffe. Sie zeigen biblische Darstellungen und stammen aus Entwürfen von Gaston Lenthe aus Schwerin und der Ausführung von Ernst Gillmeister bzw. sind 1909 von Warener Bürgern gestiftete Tiroler Glasmalerei. Ein Epitaph erinnert an den in Klink geborenen Adam Christopher von Holstein, einen in dänischen Diensten stehenden Obristen in Flandern.

Weitere Details auf einen Blick: Gemälde "Jesus bei den Jüngern in Emmaus" und die "Berufung des Petrus" (Petri Fischzug). Lesepult mit dem Heiligen Georg, geschaffen von Brigitte Grossmann-Lauterbach 1963.
 
Orgel:
Die Orgel wurde 1856 von Lütkemüller aus Wittstock gebaut. Sie hat zwei Manuale, Pedal, 26 Register, ca. 1600 Pfeifen und eine mechanische Traktur.
 
Glocken:

Anzahl: 4   Herstellungsjahr: 1959

Die drei Glocken sind aus Stahl, eine weitere aus Bronze stammt aus dem Jahr 1925. Während beider Weltkriege mussten insgesamt fünf Glocken zu Kriegszwecken eingeschmolzen werden. Darunter wahrscheinlich die Glocken von Ernst Siebenbaum 1699, Johann Valentin Schultz 1769 und Carl Illies von 1842. Der Turm weist im Obergeschoss eine große Anzahl rundbogiger Schallöffnungen und ansonsten ziemlich viele Rund- und Spitzbogenblenden aus Backstein auf.