Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Groß Gievitz
Kirche | evangelisch
Die Kirche in Groß Gievitz im Landkreis Müritz ist ein stattlicher Feldsteinbau, der in der Zeit von 1275 bis 1290 errichtet wurde und an den Fenstern, Portalen und unter den Traufseiten mit Backsteinelementen versehen ist. Die Kirche wurde 1964 umfassend renoviert. Im Innenraum erwecken vor allem der Altar, die Kanzel und mehrere Gemälde Aufmerksamkeit.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Dorfkirche ist ein Feldsteinbau aus dem beginnenden 13. Jahrhundert und verkörpert den Übergang vom romanischen zum gotischen Baustil. Sie hat ein Schiff mit zwei Gewölben ohne Rippen und einen eingezogenen, nahezu quadratischen Chor mit Halbkugelgewölbe. Die spitzbogigen Fenster des Schiffes mit Backsteinfries an den Traufseiten haben mehrfach gestuftes Gewände und rechteckige Bleiverglasung. Die Sakristei wurde 1858 angebaut. Sie hat einen hübschen Backsteingiebel mit aufsteigend getreppten Spitzbogenblenden und zu beiden Seiten je doppelt angeordnete, mehrfach quergeteilte Spitzbogenfenster ebenfalls mit Bleiverglasung. Die ehemalige Priesterpforte wird durch den Sakristeivorbau verdeckt. 1964 wurde die Kirche umfassend renoviert.
 
Innenansicht:
Chor und Langhaus verbindet ein niedriger Triumphbogen in Form eines gedrückten gotischen Spitzbogens. An verschiedenen Stellen im Inneren sind Weihekreuze zu sehen. Die Innenausstattung der Kirche strahlt eine gewisse gehobene Schlichtheit aus. Die Decke des Altarraums ist mit sehenswerter Zeichnung versehen. Der obere Teil des Altars aus dem 18. Jahrhundert zeigt zwischen zwei gewundenen, marmorierten Säulen die Auferstehung Christi. Darunter im Mittelteil des Altaraufsatzes ein Abendmahlbild, ebenfalls zwischen gewundenen Säulen. Statt einer Predella hat der Altar eine bemerkenswerte Inschrift, die mit den Worten beginnt: "Der Mensch aber prüfe sich selbst" Auch die Kanzel von 1710 weist im Korb und Fuß gedrehte Säulen auf. Die Patronatsloge aus dem beginnenden 18. Jahrhundert zieren die Wappen von Ernst Christoph Voß und Anna Magdalena von Witzendorff sowie das Wappen der Grafen von Voß als Allianzwappen mit dem der Familie von Berg. Die Brüstung der Empore ist mit den Bildnissen der zwölf Apostel versehen.

Weitere Details auf einen Blick: Romanische Tauffünte aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Marmor- Epitaph des Ernst Christian von Voß 1720 sowie weitere Epitaphe. Kopie eines Gemäldes aus der Werkstatt von Lukas Cranach. Kreuzigungsgruppe als Wandmalerei
 
Orgel:
Die Orgel stammt wie die Sakristei aus dem Jahr 1858 und wurde von der Firma Lütkemüller gebaut. Sie verfügt über eine hervorragende Klangfülle.
 
Glocke:

Anzahl: 1   Herstellungsjahr: 1395

Die Kirche hatte ehemals wohl drei Glocken. Zwei von ihnen wurden 1917 zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Die erhaltene größte Glocke stammt wohl aus dem Mittelalter von einem unbekannten Meister. Der wuchtige quadratische Turm hat einen hohen Feldsteinsockel und im Obergeschoss Backsteingewände sowie je zwei schmale rundbogige Schallöffnungen und ein hohes Pyramidendach und bekrönender Wetterfahne.