Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Schwinkendorf
Kirche | evangelisch
Die frühgotische Kirche in Schwinkendorf im Landkreis Müritz wurde Anfang des 13. Jahrhunderts aus Feldsteinen unter Verwendung von Backstein errichtet. Der Turm aus Backstein wurde erst im zu Ende gehenden 15. Jahrhundert angebaut. Die Fenster besitzen fast durchweg sehr schöne Bleiverglasung und Gestühl sowie die Emporen stammen aus der Zeit um 1865.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche Schwinkendorf ist ein ansehnlicher Backsteinbau aus dem beginnenden 13. Jahrhundert. Die frühgotische Kirche hat einen quadratischen Turm und ein Westportal, das nicht in der Achse des Turms liegt. Auch die Priesterpforte an der Chorsüdseite hat frühgotischen Charakter. Das zweigeteilte Kirchenschiff weist ältere Formen romanischer spitzbogiger Schlitzfenster auf, die mit Backsteineinfassung tief in das Gewände eingelassen sind. Sie sind horizontal dreigeteilt und weisen zum Teil wabenartige und ornamentale Bleiverglasung auf. An der Südseite befindet sich ein hübscher Anbau mit spitzbogigen, scharfkantig gestuften Gewänden und Eingangstür mit mehrfach gestuftem Gewände. Der Giebel weist aufsteigende Backsteinblenden sowie ein eingelassenes Backsteinkreuz auf.
 
Innenansicht:
Kirchenschiff und Chor werden durch einen breiten Triumphbogen in Form eines Stichbogens getrennt. Zwei achtseitige Pfeiler teilen die Kirche in zwei Schiffe. Jedes wird von drei Sternengewölben spätgotischer Bauart überspannt. Der Chor hat ein einfaches Kreuzgewölbe. 1863 bis 1867 wurde das Kircheinnere umgestaltet. Dabei erhielten die südlichen Hauptschifffenster Sinnbilder für Christus, die nördlichen für die glaubende Gemeinde. In den Chorfenstern sind u.a. Peter und Paul sowie ein Wappen der Familie von Hahn abgebildet. Der Altaraufsatz weist den baulichen Charakter der Spätrenaissance des 17. Jahrhunderts auf. Er wurde im 18. Jahrhundert durch ein neugotisches Kreuzigungsbild zwischen zwei gewundenen Säulen verändert. Außerhalb der Säulen sind reliefartig je eine Heiligenfigur angebracht. Das Gestühl und die Emporen wurden 1865 eingebaut, das alte Gestühl vollständig ersetzt.

Weitere Details auf einen Blick: 3 Leuchter 1654 u. 1701. Grabsteine O .v. Hahn und B. v. Trothen 1596 sowie D .v. Werder 1589.
 
Orgel:
Die Orgel ist ein zweimanualisches Frühwerk der Firma Sauer in Frankfurt/Oder. Sie ist die älteste ihrer Art und teilweise noch bespielbar.
 
Glocke:

Anzahl: 1   Herstellungsjahr: 1894
Hersteller: C. Oberg, Wismar

Die Kirche hatte ursprünglich drei Glocken. Insgesamt waren es aber mehr Kirchen, die auf verschiedene Art und Weise abhanden kamen. Eine wurde 1713 im Verlauf eines Brandes zerstört. Zwei wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört, zwei wurden 1917 zu Kriegsmetall eingeschmolzen. Der Turm von 1495 wurde 1713 ein Opfer der Flammen. Er war einst 72 Meter hoch und misst heute nur noch 32 Meter. Im Turmobergeschoss befinden sich rundbogige Putzblenden sowie kleinere rundbogige Fenster, die tief in eine Art Backsteinblenden eingelassen sind.
 
Friedhof:
Den Kirchhof umspannt eine Feldsteintrockenmauer.