Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Tribsees
Kirche St. Thomas | evangelisch
Die Triebseeser Kirche im Landkreis Nordvorpommern hat einen basilikanischen Vorgängerbau aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, von dem noch Mauerreste erhalten sind. Der jetzige Bau stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In den Jahren 1861 bis 1869 wurde die Kirche neugotisch umgebaut. Auf dem Mühlenaltar aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts ist ein Relief der Sakramentsmühle, Christus als Weltenrichter sowie u.a. Adam und Eva zu sehen.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche ist eine dreischiffige Backsteinhalle von vier Jochen. Sie hat einen Polygonchor, einen südlichen Choranbau, Vorhallen sowie einen quadratischen Westturm mit Feldsteinunterbau. Noch vorhanden sind Mauerteile eines basilikanischen Vorgängerbaus aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Der jetzige Hallenbau und die Nordsakristei stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Beim neugotischen Umbau der Kirche in den Jahren 1861 bis 1869 wurden die Südvorhallen und -portale verändert und gusseiserne Fenstermaßwerke eingebaut. Am Chor wurden nachträglich verkleinerte Spitzbogenfenster eingebaut und die Turmobergeschosse mit Rund- und Spitzbogen sowie Schallöffnungen versehen.
 
Innenansicht:
Die Kirchenhalle wird von Kreuzrippengewölben, die Sakristei mit spätgotischem Kreuzgewölbe überspannt. Das Mittelschiff ruht auf achteckigen Pfeilern. In den Jahren 1861 bis 1869 wurden die architektonischen Details stark überformt. Gleiches gilt für die Holzeinbauten und Teile der Innenausstattung.

Der Mühlenaltar stammt aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts aus einer Rostocker Werkstatt. Auf ihm sind Reliefs der Sakramentsmühle, Christus als Weltenrichter sowie u.a. Adam und Eva zu sehen. In den Altarflügeln sind u.a. Passionsreliefs und eine bekrönende Wimpergreihe mit den Halbreliefs der zwölf Propheten integriert. Sehenswert auch die neugotische Kanzel und der Taufstein aus dem Jahr 1869. Die Taufsteinkuppa aus Granit stammt aus dem 14. Jahrhundert. Weitere Details im Überblick: Barocke Triumphholzgruppe von 1710. Sieben Holzreliefs u.a. mit den Evangelisten von der Kanzel der Jacobikirche in Lübeck aus dem Jahr 1577. Gemälde von Luther um 1730. Gestühl, Logen und Emporen in neugotischen Formen Holzepitaph mit dem Tafelbild des Jüngsten Gerichts Glasmalerei.
 
Orgel:
Die aus dem Jahr 1831 stammende Orgel wurde von Carl A. Buchholz aus Berlin gebaut und 1996 von Rainer Wolter aus Zudar restauriert. Der neugotische Prospekt ist reich mit zu, Teil durchbrochenen Maßwerkformen verziert.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1764

Die größere Glocke stammt aus der abgebrochenen St.-Jürgen-Kapelle, die kleinere aus 1764 und wurde umgegossen.