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[181]
Röbel
Kirche St. Nikolai | evangelisch
Die Weihe der Kirche St. Nikolai in Röbel im Landkreis Müritz erfolgte zwischen 1270 und 1290, der Regierungszeit Bischof Heinrichs II. von Havelberg. Sie hat einen spätromanischen Chor, ein dreischiffiges Langhaus und einen Westturm. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert umfassend restauriert und der südliche Anbau weitgehend erneuert. Die neugotische Ausstattung stammt aus den Jahren 1867/1969.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Mit dem Bau von St. Nikolai an der Nordseite des Marktplatzes der Neustadt von Röbel wurde kurz nach dem Baubeginn der Röbeler Marienkirche begonnen. Die Kirche besteht aus einem gerade schließenden, zweijochigen spätromanischen Chor, einem dreischiffigen dreijochigen Langhaus und einem Westturm. Chor und Nordsakristei entstanden in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Weihe des Hochaltares der Kirche erfolgte zwischen 1270 und 1290, der Regierungszeit Bischof Heinrichs II. von Havelberg. Später wurde das Langhaus wahrscheinlich als flach gedeckter Hallenbau errichtet und im 15. Jahrhundert ein Kreuzrippengewölbe eingezogen. Die Neuweihe des Kirchgebäudes samt Kirchhof und Hauptaltar zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria ist für den 10. August 1410 überliefert. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert umfassend restauriert und der südliche Anbau weitgehend erneuert. Der Chor ist viel niedriger als das Langhaus und besitzt spätromanische Bauformen wie Ecklisenen, ein rundbogiges Portal mit Rundstäben und Würfelkapitellen an der Südwand sowie einen Rundbogenfries an seiner Ostseite. Den Ostgiebel hinter dem Chor verzieren aufsteigende rundbogige Putzblenden, ein Backsteinverbund im Fischgrätenmuster, auch Opus Spicatum genannt sowie Konsolfriese und eine Kreisblende. Die hohen, schmalen, einbahnigen Fenster sind seitlich paarweise und an der Ostwand des Chores als Dreiergruppe eingesetzt. Schmale Strebepfeiler wurden erst mit der Einwölbung des Langhauses eingesetzt, das reich gestaltete Trauffriese aus Kleeblattbogen und Zackenbändern besitzt. Das vierstufige Südportal ist durch einen Wimperg bekrönt.
 
Innenansicht:
Der Hallenraum ist mit spätgotischem Kreuzrippengewölbe versehen. Die Gewölbedienste besitzen jeweils ein Würfelkapitell. Die Scheidbogen und die Arkadenunterzüge sind ohne Kapitell in der Kämpferzone gestaltet. Der Chor weist eine flach gespannte, ovale Kuppelform auf, die auch als Backofengewölbe bekannt ist. Die neugotische Ausstattung stammt aus den Jahren 1867/1969. Dazu gehört auch der in Form einer gotischen Blendnische gestaltete hölzerne Altaraufsatz. Sein wimpergbekrönter Spitzbogen wird von Strebepfeilerpaaren und Fialtürmchen flankiert. In der Mitte der Altarwand befindet sich holzgeschnitztes Kruzifix. Die Barockkanzel aus dem Jahr 1667 wurde inzwischen durch eine neugotische Kanzel ersetzt. Die 2000 freigelegte Wandmalerei wurde nach entsprechender Dokumentation wieder übertüncht.

Weitere Details auf einen Blick: Taufstein aus der späten Romanik mit rundbogiger Arkadenarchitektur und Blattrankenfries. Geschnitztes Chorgestühl aus dem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem Jahr 1519, geschaffen von Bruder Urban Schumann. Grabplatte der Familie Kassubius aus dem Jahr 1673 mit einem flachen Relief der Evangelistensymbole und der Darstellung der Pastoren aus dieser Familie.
 
Orgel:
Die Orgel erbaute Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder im Jahr 1894 ursprünglich für die St. Johanniskirche in Neubrandenburg. Sie wurde 1987 von der Kirchgemeinde St. Nikolai gekauft und im Jahr 1993 eingebaut und geweiht.
 
Glocke:

Anzahl: 1  

Mit dem Bau des Westturms wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts begonnen. Während der Restaurierung im 19. Jahrhunderts wurde die Turmhalle mit den seitlichen Eingängen zur Vorhalle ausgebaut. Der Turm ist durch Blendenschmuck gegliedert. Er hat einen achtseitigen Spitzhelm über vier mit Putzblenden versehenen Schildgiebeln. Ursprünglich hatte die Kirche drei Bronzeglocken. Davon ist nur noch eine erhalten.