Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
SUCHE:
KartesymbolKarten
>> HOME
REGIONAL-INFO
Greifswald:
Ort & Umgebung
Unterkunft
Essen & Trinken
Sehenswertes
Wolgast:
Ort & Umgebung
Unterkunft
Essen & Trinken
Sehenswertes
Datenschutz
 
 
[163]
Anklam
Kirche St. Marien | evangelisch
St. Marien in Anklam wurde ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus Backsteinbau gebaut. Die sechs Randkapellen stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die so genannte Apostelglocke aus St. Nikolai ist aus Bronze gegossen und hat ein Relieffries mit Aposteln in Medaillons. Die Marienfigur in der Marienkapelle mit dem die Weltkugel haltenden Kind ist das einzige gerettete Teil des früheren Hauptaltars.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
St. Marien ist ein in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnener Backsteinbau von sechs Jochen mit dreiseitig geschlossenem Chor und Südsakristei. Der Westturm ist nach Süden aus der Achse gerückt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Halle vollendet und der Turm ummantelt. Die sechs Randkapellen an der Südseite stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, angeblich Ende desselben Jahrhunderts soll der Chor in seiner heutigen Form fertig gestellt worden sein. Im 16. Jahrhundert folgten die Südsakristei und die Staffelblendengiebel. Eine Restaurierung fand 1849 bis 1852 statt. An der Nordseite sind zwei profilierte Portale und unter der Traufe von Langhaus und Chor ein erneuertes Maßwerkfries angebracht.
 
Innenansicht:
Den Innenraum überspannt ein Kreuzrippengewölbe über Achteckpfeilern. Die Außenmauern des Chores vom 13. Jahrhundert sind mit einem Rundbogenfries und die Priesterpforte mit Maskenköpfen in Terrakotta versehen. Aus der zweiten Hälfte des Langhauses stammen die Wandmalereien. Die retabelartigen Darstellungen auf den Pfeilern gehören zum sundisch-lübischen Kunstkreis. In der Triumphbogenlaibung sind Medaillons mit Heiligen zu erkennen und die Pfeiler und Arkadenbögen des Mittelschiffes sind mit Ornamenten, die Gewölbe mit Krabben und Rippenbemalung verziert. Teile der während des Zweiten Weltkriegs in das Schloss Schwerinsburg ausgelagerten Ausstattung wurden dort 1945 durch einen Brand vernichtet. Teile der Ausstattung sind u.a.: Altaraufsatz mit spätgotischem Kruzifix im Mittelteil vom Hauptaltar in St. Nikolai aus den Jahren 1510/20. Taufe aus gotländischem Kalkstein mit Blendarkaden aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Chorgestühl aus St. Nikolai mit geschnitzten Wangen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Flügelseiten eines Schnitzretabels u.a. mit der Geburt Christi aus dem beginnenden 16. Jahrhundert.

Weitere Details auf einen Blick: Spätgotischer Schrein mit Marienfigur aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Glasmalerei im Ostfenster von 1849/52, die nach Zerstörung 1945 durch ergänzte Verglasungsreste aus dem 19. Jahrhundert ersetzt wurde. Mehrere Epitaphe, darunter das für die Geschwister Meybauer aus dem Jahr 1711 mit vollplastischen Figuren Chronos und Tod. Bronzegrabplatte für R. von Wolde (1559). Marienfigur in der Marienkapelle mit dem die Weltkugel haltenden Kind aus dem zu Ende gehenden 15. Jahrhundert als einzigem geretteten Teil des früheren Hauptaltars.
 
Orgel:
Die Orgel wurde 1961 von Alexander Schuke gebaut.
 
Glocken:

Anzahl: 3   Herstellungsjahr: 1450
Hersteller: Rickert von Mönkehagen

Die so genannte Apostelglocke aus St. Nikolai ist aus Bronze gegossen und hat ein Relieffries mit Aposteln in Medaillons. Die anderen beiden Glocken stammen aus dem Jahr 1948. Der fast 100 Meter hohe Turmhelm von 1887 wurde 1943 zerstört und 1947 durch ein Satteldach ersetzt. Im dritten und vierten Geschoss des Turmes sind Maßwerkblenden in Dreiergruppen angeordnet.