Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Wolgast
Kirche St. Petri | evangelisch
Der erste Bau der Kirche St. Petri in Wolgast wurde bereits um 1128 durch Bischof Otto von Bamberg geweiht, der bestehende Backsteinbau in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts begonnen und um 1415 weitestgehend vollendet. Unter dem Chor befindet sich die Gruft der pommerschen Herzöge. In der südlichen Turmseitenhalle ist der so genannte Teufelstanz mit sieben Figuren zu sehen, der in Vorpommern einzigartig ist.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die erste Kirche wurde bereits um 1128 durch Bischof Otto von Bamberg geweiht, der bestehende Backsteinbau in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts begonnen und wohl 1415 weitestgehend vollendet. Die Kapellen stammen wohl aus dem 15. Jahrhundert. In den Jahren 1716 bis 1728 wurden die Gewölbe erneuert. Der Achteckaufsatz des Turmes stammt von 1727, das Zeltdach aus der Zeit nach dem Brand 1920. Architektonische Details des markanten Bauwerks sind u.a. Strebepfeiler, umlaufendes Gesims und Maßwerkfriese. Die Nordsakristei (Taufkapelle) hat einen blendengeschmückten Pfeilergiebel und stammt wohl noch aus dem 14. Jahrhundert.
 
Innenansicht:
Das Kircheninnere vermittelt einen hallenartigen Raumeindruck. Das Mittelschiff ruht auf Achteckpfeilern. Die Obergadengewände sind mit triforienartigen Blendfeldern und Fenstern versehen. Sowohl das Sterngewölbe im Mittelschiff als auch die Kreuzrippengewölbe der Seitenschiffe sind um 1400 entstanden. Unter dem Chor befindet sich die gewölbte Gruft der pommerschen Herzöge und im Gewölbe des Chorumgangs sind Reste von Wandmalerei aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts zu sehen. In der südlichen Turmseitenhalle ist der so genannte Teufelstanz mit sieben Figuren zu sehen, der in Vorpommern einzigartig ist. Über dem Altar ist ein Kruzifix aus der Zeit um 1500 angebracht, das aus St. Nikolai in Stralsund stammt.

Weitere Details auf einen Blick: Kanzel von 1710. Lesepult mit Schnitzerei von 1645. Slawischer Bildstein mit männlicher Figur mit Lanze unter einem griechischen Kreuz. Kniender Taufengel mit muschelförmiger Taufschale aus Zinkguss um 1840. Neun Zinnsärge in der Gruft, u.a. der Prunksarkophag von Herzog Philipp Julius aus dem Jahr 1625. Wappentafel der pommerschen Herzöge. Glasmalerei im Chor, darunter die Errettung des sinkenden Petrus von Ferdinand Müller aus Quedlinburg.
 
Glocken:

Anzahl: 3   Herstellungsjahr: 1963

Die Glocken stammen aus der Gießerei im vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz. Der Turmoberbau weist geputzte paarige Segmentbogenblenden auf. An der Westseite des Turmes ist ein achteckiger Treppenturm angebaut. An die Turmseitenhalle schließt die zweigeschossige Petrikapelle an. Das kupfergedeckte Zeltdach ist von einer goldenen Kugel mit Wetterfahne bekrönt.