Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Krien
Kirche | evangelisch
Die Kirche Krien im Landkreis Ostvorpommern ist ein heute verputzter Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Bei dem Südanbau handelt es sich um das ehemalige Kindelhaus. Im Kircheninneren sind noch Reste von Wandmalerei sowie einige Weihekreuze zu sehen. Eine Sitzmadonna mit Kind ist die so genannte Madonna von Krien, die seit dem Dreißigjährigen Krieg als verschollen galt und 1955 in der Sakristei wiedergefunden wurde.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche ist ein langgestreckter, heute verputzter Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Sie verfügt über gestufte Strebepfeiler und einen gerade geschlossenen Chor mit Sakristei, der Ende des 13. Jahrhundert angefügt wurde. Der heutige Turm mit Feldsteinunterbau stammt wohl aus dem 18. Jahrhundert. Bei dem Südanbau handelt es sich um das ehemalige Kindelhaus, einem Backsteinbau mit Fachwerkgiebel und spitzbogigen Stufenportal. Die meisten Fenster sind spitzbogig. An der Chorostwand ist eine ehemalige gestufte Dreifenstergruppe zugesetzt. Das Westportal ist fünffach gestuft und mit eingestellten Birnstäben versehen.
 
Innenansicht:
Das Kirchenschiff ist flachgedeckt. Den Chor überspannt ein Kreuzrippengewölbe. Vorhanden sind noch Reste von Wandmalerei sowie einige Weihekreuze. In der Nordwand ist eine hohe spitzbogige Nische eingelassen. Das spitzbogige Stufenportal der Vorhalle weist Birnstäbe und Fasen auf. Der barocke Altaraufsatz mit seitliche gewundenen Säulen und geschnitzten Wangen mit Akanthuslaub und ovalen Bildnissen von Mose und Aaron stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er zeigt in der Predella das Abendmahl und im Mittelfeld eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe, in der Maria und Johannes fehlen. Die Renaissancekanzel von 1602 hat einen Korb, der auf einer Säule mit Blattkapitell ruht, reich mit Beschlagwerk verziert ist und u.a. Gemälde der Evangelisten zeigt.

Weitere interessante Details auf einen Blick: Zylindrischer Taufstein aus Granit mit christlichen Symbolen aus der Zeit um 1200, der auch als Weihwasserbecken genutzt, nach der Reformation vergraben und 1936 wiederentdeckt wurde. Sitzmadonna mit Kind: Madonna von Krien, die seit dem Dreißigjährigen Krieg als verschollen galt und 1955 in der Sakristei wiedergefunden wurde. Kabinettscheiben u.a. aus den Jahren 1615 und 1662.
 
Orgel:
Die Orgel stammt aus dem 19. Jahrhundert und hat einen Prospekt in reichen neugotischen Formen.
 
Glocke:

Anzahl: 1   Herstellungsjahr: 1450

Die Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Turm hat einen verbretterten Aufsatz, darüber ein geschweifte Haube und ein schiefergedeckter Spitzhelm
 
Friedhof:
Der Friedhof ist um die Kirche angelegt. Den Kirchhof umgibt eine Feldsteinmauer mit einem verputzten Backsteinportal und rundbogiger Durchfahrt, Korbbogenblenden und Fialpfeilern aus dem 15. Jahrhundert.