Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Medow
Kirche | evangelisch
Die Kirche Medow im Landkreis Ostvorpommern ist ein verputzter Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und soll angeblich auf den Mauern einer spätmittelalterlichen Taufkapelle erbaut worden sein. Ihr heutiges Bild ist durch die Überformung von 1900 geprägt. Unter der Empore wurde der Raum abgetrennt und als Ehrenhalle für die Gefallenen der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert gestaltet. Ansehenswert sind acht Votivscheiben mit Darstellungen biblischer Szenen.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche zeigt sich als kleiner, aber sehr reizvoller verputzter Backstein aus dem 15. Jahrhundert. Sie soll angeblich auf den Mauern einer spätmittelalterlichen Taufkapelle erbaut worden sein und ist 1695 nach Süden hin erweitert worden. Ihr heutiges Bild ist durch die Überformung von 1900 geprägt. Die Kirche wurde im Februar 1901 wiedereingeweiht. Aus dieser Zeit stammen auch der Turm, die Vorhalle und die Fenster. Der westliche Teil samt Turm ist backsteinsichtig. In die Ostwand wurden die Kuppa eines mittelalterlichen Taufsteins und ein Weihwasserbecken eingemauert. Die Ostwand hat zwei Spitzbogenblenden und im Giebel Fialaufsätze und kleine Spitzbogenöffnungen.
 
Innenansicht:
Das Kircheninnere ist flachgedeckt. Unter der Empore wurde der Raum abgetrennt und als Ehrenhalle für die Gefallenen der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert gestaltet. Der barocke Kanzelaltar stammt aus der Zeit um 1700, hat gewundene Säulen, Schnitzerei, Akanthuslaub, Engelsköpfe und freiplastische Figuren. Das Gestühl und die Emporen sind aus dem 18. Jahrhundert. Die Brüstung der Emporen ist verschieden gestaltet und u.a. durch ionische Pilaster gegliedert.

Ansehenswert sind auch acht Votivscheiben mit Darstellungen biblischer Szenen, die aus dem Kloster Stolpe stammen und ins zu Ende gehende 16. Jahrhundert datiert werden.
 
Orgel:
Die Orgel mit neugotischem Prospekt, Maßwerk, Krabben und Zinnenbekrönung hat P.B. Voelkner aus Dünnow gebaut.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1450

Die beiden Qualitätsglocken werden ins 15. Jahrhundert datiert und stammen aus dem Kloster Stolpe. Das Turmportal ist mit einem spitzbogigen Tympanon in einer Wandvorlage mit Fialaufsätzen versehen. Im durch doppelten Zahnschnitt abgesetzten Glockengeschoss sind gepaarte rundbogige Schallöffnungen und Putzband zu sehen. Der Turm mit seitlichen Nebenhallen hat eine geschweifte Haube mit offener Laterne, Spitzhelm, alles kupfergedeckt, und Wetterfahne darüber.
 
Friedhof:
Die Friedhof ist um die Kirche angelegt und hat eine Anzahl historischer Grabmale. Der Kirchhof insgesamt ist von einer Feldsteintrockenmauer umgeben.