Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Görmin
Kirche St. Marien | evangelisch
Die Kirche Görmin im Landkreis Demmin ist ein Backsteinbau, der vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts an den Feldsteinchor und die Nordsakristei aus der Mitte des 13. Jahrhunderts angefügt wurde. Die 1951 frei gelegte und teilweise ergänzte Gewölbe- und Wandmalerei aus dem Ende des 14. Jahrhunderts zeigt u.a. Darstellungen des Jüngsten Gerichts mit Gnadenstuhl und der knienden Maria sowie Johannes des Täufers.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche ist ein Backsteinbau von zwei Jochen mit Strebepfeilern, der vermutlich im zu Ende gehenden 14. Jahrhundert an den Feldsteinchor und die Nordsakristei aus der Mitte des 13. Jahrhunderts angefügt wurde. Erst im 15. Jahrhundert kamen der Turm und der südliche Choranbau aus Mischmauerwerk hinzu. Wie der Turm hat auch der Chor Architekturglieder aus Backstein, an dessen Giebel gestaffelte Spitzbogenblenden zwischen doppelten Zahnschnitten sowie darunter eine spitzbogige gestaffelte Dreifenstergruppe eingelassen sind. Auch die anderen Öffnungen und Fenster sind spitzbogig ausgelegt. Der Turm hat ein fünffach gestuftes Portal, dessen Archivolte Dreiviertelstäbe aufweist.
 
Innenansicht:
Den Kirchenchor überspannt Domikalgewölbe auf, der auch 1951 frei gelegte und teilweise ergänzte Gewölbe- und Wandmalerei aus dem zu Ende gehenden 14. Jahrhundert aufweist. Dazu zählen u.a. Darstellungen des Jüngsten Gerichts mit Gnadenstuhl und der knienden Maria sowie Johannes des Täufers. Das Schiff wird von einem Kreuzrippengewölbe überspannt. In einer Wandnische des Turmes ist ein Weihwasserbecken eingelassen. Den Altaraufsatz mit Akanthusschnitzerei von 1722 schuf Elias Keßler mit einem zweigeschossigen architektonischen Aufbau und Gemälden sowie einer freiplastischen Kreuzigungsgruppe als Bekrönung. Die Kanzel hat Renaissanceformen und ruht auf einem Granitfuß. Keßler hat offenbar gleichzeitig mit dem Altar auch den Kanzelkorb mit Akanthusschnitzerei, die Engelsköpfe, die Strebekrone des Schalldeckels und weitere markante Details der Ausstattung wie u.a. die Aufsätze der Brüstung ergänzt. Die Nord- und Südemporen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Südempore ruht auf gewundenen Säulen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 
Orgel:
Die 1855 von Barnim Grüneberg aus Stettin erbaute Orgel wurde 2001 von Voigt aus Bad Liebenwerda restauriert. Sie verfügt über einen dreiteiligen neugotischen Prospekt mit Maßwerkformen sowie Zinnenaufsätze und Wimperg in der Bekrönung.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1753
Hersteller: Johann Gottfried Wosaeck, Stralsung

Die zweite Glocke stammt aus dem Jahr 1925. Die Turmobergeschosse in Backstein entstanden nach Plänen von Gustav E.B. Müller aus Greifswald. Sie sind durch Lisenen gegliedert und zusammengefasst. Dreieckgiebel über den mittleren Öffnungen wurden Ende der 1980-er Jahre entfernt.
 
Friedhof:
Auf dem durch eine Feldsteinmauer umgebenen Kirchhof befinden u.a. elf Grabstelen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.