Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Gützkow
Kirche St. Nikolai | evangelisch
Die Kirche Gützkow im Landkreis Ostvorpommern ist ein imposanter Feldsteinbau mit markanten Architekturgliedern in Backstein. Chor und Sakristei stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Umgebaut wurde die Kirche u.a. im 15. Jahrhundert sowie in den Jahren 1729 und 1882/83 unter Leitung von Theodor Prüfer aus Berlin. Sehenswert ist die reiche Glasmalerei mit Motiven, die u.a. Luther und Otto I. von Bamberg zeigen.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche ist ein imposanter, weithin sichtbarer Feldsteinbau mit markanten Architekturgliedern in Backstein. Chor und Sakristei sind in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut worden. Das Langhaus dürfte etwas jünger sein und das Untergeschoss des Turmes stammt aus dem Spätmittelalter. Umgebaut wurde die Kirche u.a. im 15. Jahrhundert sowie in den Jahren 1729 und 1882/83 unter Leitung von Theodor Prüfer aus Berlin. Chor und Langhaus sind durch zahlreiche architektonische Details wie u.a. Zahnschnitt, Putzblenden, Rundbogenfries und Spitzbogenblenden versehen. Die Langhauswände wurden im Rahmen der Umbauten vereinheitlicht und mit zum Teil dreigliedrigen Spitzbogenfenstern zwischen Strebepfeilern versehen.
 
Innenansicht:
Das Langhaus präsentiert sich zweischiffig in drei Jochen mit Kreuzrippengewölbe. Der Chor überspannt ebenfalls Kreuzrippengewölbe. Im Osten und Westen gibt es dagegen halbe Sterngewölbe. Die Backsteinimitationen an den Pfeilern und Gewölberippen stammen aus den Jahren 1882/83. Die Wand- und Gewölbeteile sind schabloniert ausgemalt, waren 1940 übertüncht und Ende der 1990-er Jahre wiederhergestellt worden. Die neugotische Ausstattung mit Kanzel, Taufe und Gestühl stammen ebenfalls aus den Jahren um 1882. Das Altarretabel aus Holz zeigt vor dem dreiteilig gestaffelten Architekturgehäuse und Wimpergbekrönung eine vollplastische Kreuzigungsgruppe, Kleeblattbogenarkatur und gemalte Weinlaubranken. An den Ecken des Kanzelkorbes sind Schnitzfiguren unter Baldachinen angebracht.

Weitere Details auf einen Blick: Achtseitige Kunststeintaufe. Kastengestühl mit profilierten Brüstungen und schlichtes Bankgestühl. Kleeblattarkatur an der Brüstung der Empore. Reiche Glasmalerei mit Motiven, die u.a. Luther und Otto I. von Bamberg zeigen. Gemälde von Magister Daniel Friedrich Schröder, der 1749 bis 1766 Vicepleban in Gützkow war. Grabplatte aus Kalkstein für H.F. Gehring (1823).
 
Orgel:
Die mehrfach umgebaute Orgel wurde 1831 von Carl A. Buchholz aus Berlin geschaffen. Sie besitzt einen fünfteiligen neugotischen Prospekt mit Wimpergbekrönungen und wurde zuletzt unter Erhalt von Originalteilen auf den Zustand von 1915 zurückgeführt.
 
Glocken:

Anzahl: 4   Herstellungsjahr: 1798
Hersteller: Gottlieb Metzger, Stralsund

Die anderen drei Glocken datieren von 1999 und wurden von A. Bachert aus Heilbronn gegossen. Der neugotische Turmschaft ist in Backstein gehalten, hat gestufte Eckvorlagen, profilierte Blenden samt gepaarten Fenster und Schallöffnungen in den oberen Geschossen. Sie haben Spitzbogenrahmungen mit Scheitelkreis und mit Rautenmustern zusammengefasste Putzfelder. Über der Giebelbekrönung des Turmes befindet sich ein achtseitiger kupferbeschlagener Helm. Die Turmobergeschosse wurden mehrfach verändert. Dazu gehörte beispielsweise der Einbau gleichartiger Fenster mit gegliederten Laibungen.