Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
SUCHE:
KartesymbolKarten
>> HOME
REGIONAL-INFO
Wolgast:
Ort & Umgebung
Unterkunft
Essen & Trinken
Sehenswertes
Datenschutz
 
 
[121]
Lassan
Kirche St. Johannis | evangelisch
Die Kirche Lassan im Landkreis Ostvorpommern wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Backstein errichtet. Chor und Nordsakristei stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Den Altaraufsatz von 1727 hat Elias Keßler geschaffen. Ansehenswert ist die ornamentale Glasmalerei im östlichen Chorfenster sowie geometrische Rosettenmuster in Grisaillemalerei.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die dreischiffige Kirche von drei Jochen und Westturm mit Treppenturm wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Backstein errichtet. Der Chor und die Nordsakristei stammen bereits aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Chor hat einen Granitquadersockel über dem eine rundbogige Dreifenstergruppe mit glasierten Steinen zwischen zwei Spitzbogenblenden eingelassen ist. Darüber ist ein Rundbogenfries und spitzbogige Putzblenden zwischen glasierten Halbrundstäben. Eine Priesterpforte im Südbereich der Kirche hat reiches Gewände mit Fasen, Rundstäben und Kehlen. Die Kirchenhalle ist durch Strebepfeiler gestützt, die aus dem 17. Jahrhundert stammen.
 
Innenansicht:
Das Kreuzrippengewölbe in der zu den Seitenschiffen geöffneten Kirchenhalle ruht auf Achteckpfeilern, die mit den Gewölben im Jahr 1883 erneuert wurden. Den Altaraufsatz von 1727 hat Elias Keßler geschaffen. Er hat einen architektonischen Aufbau mit freiplastischen Figuren der Evangelisten und einem Kreuzigungsgemälde zwischen bzw. neben zwei Säulen. Darüber befindet sich eine Strahlengloriole mit Engeln, Putti und seitlichen allegorischen Figuren. Ebenfalls von Keßler stammt die Kanzel, die in den Jahren 1728/29 geschaffen wurde. Deren markante Bestandteile sind u.a. ein Engel als Träger, Putti auf Blattkonsolen und die Taube als Symbol des Heiligen Geistes.

Weitere Details auf einen Blick: Lesepult auf Volutenfuß von Elias Keßler 1727/28. Achteckiges Taufbecken aus Metall von 1860/70 bis 1880. Triumphkreuzgruppe aus Holz aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Porträtgemälde von J.J. Spalding aus dem 19. Jahrhundert. ornamentale Glasmalerei im östlichen Chorfenster sowie geometrische Rosettenmuster in Grisaillemalerei.
 
Orgel:
Die Orgel soll angeblich 1832 von Barnim Grüneberg gebaut worden sein. Wahrscheinlicher aber ist, dass sie ein älteres Werk von Carl A. Buchholz aus Berlin ist. Sie wurde 1986 restauriert und verfügt über einen neugotischen Prospekt.
 
Glocken:

Anzahl: 4   Herstellungsjahr: 1731
Hersteller: Joachim Metzger,Stralsund

Die Glocke wurde jüngst renoviert. Die drei anderen Glocken stammen aus dem Jahr 2001. Der Turm verfügt über eine geschweifte, mit Holzschindeln eingedeckte Haube und einen achteckigen Helm von 1721. Er wurde 1992/93 saniert. Im Turmobergeschoss befinden sich gekuppelte Blenden in Spitzbogenrahmung.
 
Friedhof:
Den Kirchhof umschließt eine Feldsteinmauer mit verziertem Backsteinabschluss.