Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Züssow
Zwölfapostelkirche | evangelisch
Die Kirche Züssow im Landkreis Ostvorpommern ist ein Feldsteinbau mit architektonischen Details in Backstein aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. Der Turm wurde nach dem Siebenjährigen Krieg 1765 abgetragen. Eine Renovierung 1988 brachte neben dem vermauerten Nordportal mittelalterliche Wandmalerei ans Licht. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1860, wurde von Barnim Grüneberg aus Stettin gebaut und 1944 von W. Sauer aus Frankfurt/Oder klanglich umgestaltet.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche präsentiert sich als ein Feldsteinbau mit dreiseitigem Ostschluss und architektonischen Details in Backstein aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, dessen Turm nach dem Siebenjährigen Krieg 1765 abgetragen wurde. In die Südwand der Kirche wurden zwei Kugeln eingemauert, die den Turm zerstört haben sollen. Gleichzeitig mit dem Traufgesims wurde 1887 der Westgiebel mit Blenden und Ecktürmchen erneuert. Den Chorschluss stützen gestufte Strebepfeiler - er hat ein dreibahniges spitzbogiges Fenster. Die meisten Fenster sind mit Fasen und Rundstäben versehen. Am zugesetzten Nordportal ist eine Grabplatte für Dorothea von Seeckt (1806) eingelassen.
 
Innenansicht:
Der Innenraum ist durch Auflager auf Wölbung vorbereitet, hat aber eine Balkendecke. In der Chorwand ist eine architektonisch gerahmte Sakramentsnische eingelassen. Eine Renovierung 1988 brachte neben dem vermauerten Nordportal mittelalterliche Wandmalerei ans Licht. Der Altar von 1946 hat ein vierflügliges Schnitzretabel aus dem zu Ende gehenden 15. Jahrhundert, in dessen Flügeln die 12 Apostel und im Mittelschrein die Kreuzigungsgruppe von 1946 zu sehen sind. Die Predella ist mit bemaltem Akanthus und Stiftungsinschrift versehen. Die Kanzel von 1687 weist am Korb gemalte Wappen mit Ohrmuschelwerk der Reimers und Troschkow auf.

Weitere Details auf einen Blick: bäuerliche Kreuzwegebilder an der Brüstung der Empore mit Inschrift von 1663. Westenempore mit ornamentaler Bemalung. Sakristeiverschlag mit Gitter aus dem 18. Jahrhundert samt ovalen Votivscheiben in der Tür, die aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammen dürfte.
 
Orgel:
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1860 und wurde von Barnim Grüneberg aus Stettin gebaut. Sie verfügt über einen dreiteiligen neugotischen Prospekt mit Kielbögen und Fialen und wurde 1944 von W. Sauer aus Frankfurt/Oder klanglich umgestaltet.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1880

Beide Glocken sind aus Stahl gegossen. Der freistehende Glockenturm von 1853 wurde 1997 erneuert. Eine beschädigte Glocke von 1880 ist auf dem Kirchhof aufgestellt
 
Friedhof:
Der Friedhof ist um die Kirche angelegt, auf dem sich zahlreiche historische Grabmale befinden. Auf dem Kirchhof liegt eine Granitkuppa eines mittelalterlichen Taufsteins. Hervorhebenswert die Grabsteine aus Kalkstein für Friedrich von Seeckt (1805) sowie Maria und Mathilde von Seeckt (um 1800).