Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Richtenberg
Kirche St. Nikolai | evangelisch
Die Kirche St. Nikolai in Richtenberg im Landkreis Nordvorpommern ist ein wuchtiger und doch im Detail filigraner Backsteinbau aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Sie wurde unter dem Einfluss der Zisterzienser erbaut. Der Chor verfügt über ein so genanntes Domikalgewölbe und am Triumphbogen sind Gemälde von Petrus und Paulus zusehen. Die 15. Jahrhundert entstandene Kirchenausmalung wurde 1913/14 in weiten Teilen erneuert.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche ist als dreischiffige Stufenhalle von drei Jochen mit Westturm und Nordsakristei. Sie ist als Backsteinbau Anfang des 15. Jahrhunderts unter dem Einfluss der Zisterzienser erbaut. Der ältere Feldsteinchor stammt aus dem 13. jahrhundert und weist noch westfälische Einflüsse auf. Der Giebel hat einen doppelten Zahnschnitt, dreiteilige Rundbogenblenden und ein gemauertes Kreuz. Am Langhaus sind dreiteilige Fenster mit Dreieckanschluss eingebaut. Der Turm ist blendengegliedert, hat ein dreiteiliges Treppenhaus und Pyramidendach, das zuletzt 1995 erneuert wurde.
 
Innenansicht:
Die Kirchenhalle zeigt ein Kreuzrippengewölbe über Achteckpfeilern. Der Chor verfügt über ein Domikalgewölbe. Am Triumphbogen befinden sich Gemälde von Petrus und Paulus. Die Kirchenausmalung stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1913/14 in weiten Teilen erneuert. Ansehenswert ist auch die barocke, um 1725 in Lübeck gefertigte, Kanzel.

Sehenswert sind Epitaphe mit Tafelbildern in Ädikularahmung, darunter die Tafel des Kirchenvorstehers Christoffer Dehne aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Weitere Details im Überblick: Altarschranken mit Balusterbrüstung aus dem späten 18. Jahrhundert. Kanzelaufgang mit Schranke (1727) und Kruzifix (1723) von Elias Keßler aus Stralsund.
 
Orgel:
Die aus dem Jahr 1861 stammende Orgel wurde von Friedrich A. Mehmel aus Stralsund gebaut und 2002 instandgesetzt. Sie hat einen neugotischen Prospekt.
 
Glocken:

Anzahl: 3   Herstellungsjahr: 1926

Das gleich neben der Kirche befindliche Pfarrhaus ist ein aus dem Jahr 1788 stammendes Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach.