Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Hanshagen
Kirche | evangelisch
Die Kirche Hanshagen im Landkreis Ostvorpommern wurde Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut, der Feldsteinchor stammt bereits aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, an dessen Südwand sich ein Fresko des Heiligen Michael befindet. Der gemauerte Altar des Kanzelalters stammt aus mittelalterlicher Zeit. An der Chornordwand steht das Juratengestühl.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche von zwei Jochen aus Backstein mit Strebpfeilern wurde wohl Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut. Der Chor aus geschichtetem Feldstein stammt bereits aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Sakristei wurde ebenfalls nachträglich angesetzt. Unter Leitung von Theodor Prüfer aus Berlin wurde 1885 der Backsteinturm in neugotischen Formen gebaut. Auch Chor und Sakristei weisen Architekturformen aus Backstein auf. Die Fenster verfügen meist über spitzbogige Formen, zum Teil auch Segmentbogenfenster mit Kreisblenden. Die Priesterpforte am Chor hat gestuftes Gewände aus glasierten und unglasierten Steinen mit Rundstabprofilen und Kelchkapitellen. Die Sakristei zeigt Reste von Ritzquaderung. Die dreiteiligen Holzfenster im Kirchenschiff stammen von der Restaurierung 1861 oder 1885.
 
Innenansicht:
Der Chor hat ein so genanntes Domikalgewölbe, an dessen Südwand sich ein Fresko des Heiligen Michael befindet. Den Triumphbogen schmücken ornamentale Bemalung und kleine Konsolen mit Blattmotiven. Das Schiff verfügt über ein Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Es zeigt Gewölbemalerei mit Krabben und vegetabilen Ranken. Der gemauerte Altar des Kanzelalters stammt aus mittelalterlicher Zeit, den Aufsatz hat Johann Gottfried Quistorp 1798 geschaffen. Der Kanzelkorb zeigt Blattrosetten und stilisierte vegetabile Motive. Die Holztaufe stammt aus der Zeit nach 1800.

An der Chornordwand steht das Juratengestühl mit neugotischem Maßwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
 
Orgel:
Die Orgel mit dreiteiligem neugotischen Prospekt und polygonalen Türmchen wurde 1839 con Carl A. Buchholz gebaut, 1860 durch Memel erweitert und 1954 durch B. Grüneberg aus Greifswald klanglich umgestaltet.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1888

Die zweite Glocke stammt aus dem Jahr 1927. Der Turm hat Ecklisenen und einen Treppenturm. Die Turmgeschosse zieren u.a. Konsolfriese mit Kleeblattmaßwerk und doppelte Zahnfriese. Über der vierseitigen Giebelbekrönung befindet sich ein kupferbeschlagener achtseitiger spitzer Helm, der 1992 erneuert wurde. Außerdem befindet sich in der Turmhalle eine Grabplatte aus Kalkstein des Pastors Peter Henning Möller (1780).