Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Kemnitz
Kirche Hl. Kreuz | evangelisch
Die Kirche Kemnitz im Landkreis Ostvorpommern war ein ursprünglich dreischiffiger Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurden das Mittel- und Seitenschiff unter einem Dach zusammengefasst. Chor und Mittelschiff überspannt Kreuzgewölbe mit stuckierten Rippen. Sie werden wie der Kanzelaltar dem Wirken von Andreas Mayer aus Greifswald in der Zeit um 1750 zugeschrieben.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche war ein ursprünglich dreischiffiger, sechsjochiger Backsteinbau aus dem beginnenden 14. Jahrhundert. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurden das nördliche Seitenschiff ganz und die südlichen Mauern so weit abgetragen, dass Mittel- und Seitenschiff unter einem Dach zusammengefasst sind. Der Turm mit neugotischen Formen wurde 1841/42 nach Plänen von Menzel gebaut. Der Giebel zeigt sechs Paare gestaffelter Putzblenden mit Kleeblattbogen, Rautenblenden und einem großen gemauerten Blendkreuz. Giebel und Portal der Sakristei stammen aus der barocken Erneuerung. In die ehemaligen Arkaden des Langhauses wurden segmentbogige Fenster eingesetzt.
 
Innenansicht:
Das Mittelschiff der Kirche hatte ursprünglich spitzbogige Arkaden zu den Seitenschiffen. Chor und Mittelschiff überspannen Kreuzgewölbe mit stuckierten Rippen. Sie werden dem Wirken von Andreas Mayer aus Greifswald in der Zeit um 1750 zugeschrieben. In der Südwand des Chores ist eine Sakramentsnische mit Kleeblattbogen eingelassen.

Den Kanzelaltar schuf Mayer im Jahr 1750. Das ist ein holzverkleiderter, gemauerter Altar mit dahinter liegendem Kanzelkorb auf Muschelförmiger Konsole. Der zeigt u.a. Pilaster, Reliefs mit Kelch, Patene und Taufkanne sowie einen baldachinartigen Schalldeckel mit Strebekrone. Das Altargehege hat eine durchbrochene Brüstung mit aufgemalten Girlanden. Weitere Details auf einen Blick: Taufständer aus Holz aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Gestühl und Emporen stammen wohl aus dem 18. Jahrhundert. Grabplatten aus Kalkstein (1368) und braunem Kalkstein (16./17. Jahrhundert)
 
Orgel:
Die Orgel wurde 1855 von Johann Friedrich Nehrlich aus Stralsund gebaut und bereits 1885 durch den Stralsunder Friedrich A. Memel umgebaut und 1963 durch W. sauer aus Frankfurt/Oder erneuert. Die Orgelempore hat bemalte Brüstungsfelder mit Akanthus und Bibelzitaten.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1819
Hersteller: Simon Zach, Stralsund

Den Turm zieren Ecklisenen und versetzte Zahnfriese. Fenster und Schallöffnungen haben spitzbogige, gestufte Gewände in Blenden mit Dreipass oder Uhrenzifferblatt im Scheitel.
 
Friedhof:
Den Kirchhof umschließt eine Feldsteintrockenmauer mit einem integrierten Portal in verputztem Backstein, rundbogiger Durchfahrt und Pforte. Auf dem Friedhof befinden sich mehrere historische Grabwangen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.