Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Neuenkirchen
Kirche | evangelisch
Die Kirche in Neuenkirchen im Landkreis Ostvorpommern stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Auf dem Friedhof findet man u.a. die Gruft der Familie von Balthasar, den Eltern der bekannten niederdeutschen Dichtern Alwine Wuthenow. Eine getreppte Sakramentsnische im Chor zeigt Wand- und Gewölbemalerei aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. 1968 wurde Malerei von Figuren mit zeitgenössischer Tracht freigelegt.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Der Backsteinbau von zwei Jochen wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Nachträglich wurde die Sakristei angebaut. Das mit Ecklisenen versehene Turmuntergeschoss wurde im 14. Jahrhundert hinzugefügt, das Fachwerkobergeschoss und das Pyramidendach stammen von 1694. Ein kreuzgewölbtes so Kindelhaus wurde bereits 1651 abgebrochen. Der Chor weist Ecklisenen und dreiteilige, veränderte Spitzbogenfenster auf. An Sakristei, Chor und Kirchenschiff sind zahlreiche architektonische Details wie u.a. Treppen- und Zahnfriese, Dreiviertelstäbe und Kaffgesims zu entdecken.
 
Innenansicht:
Chor und Sakristei der Kirche haben ein Kreuzgewölbe. Das Schiff verfügt über achtteilige Gewölbe mit Bandrippen. Eine getreppte Sakramentsnische in der Chorostwand zeigt Wand- und Gewölbemalerei aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. 1968 wurde Malerei von Figuren mit zeitgenössischer Tracht freigelegt, darunter die so genannten Trunkenbolde und Inschriften in plattdeutsch. Ebenfalls seit 1968 ist die Sakristei Gedächtnis- und Mahnkapelle.

Altar, das Kruzifix und die Glasmalereifenster stammen von der Umgestaltung der Kirche im Jahre 1968, die Kanzel dagegen noch von der neugotischen Ausstattung von 1864. Weitere Details auf einen Blick: Taufe aus Muschelkalk von 1968. Gemälde von der Anbetung der Könige aus dem 17. Jahrhundert, als Kopie nach einem niederländischen Meister, das 1864 aus St. Nikolai in Greifswald übernommen wurde.
 
Orgel:
Die Orgel von 1836 wurde von Johann Friedrich Nerlich aus Stralsund gebaut. Sie hat einen neugotischen Prospekt und Teile eines mit Pilastern und durchbrochenen Ranken versehenen Beichtstuhls aus dem Jahrhundert dienen als Verkleidung des Orgelgebläses.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1921

Beide Glocken aus Stahl wurden 2001 wegen Korrosion stillgelegt. Der Turm, der ursprünglich in Schiffsbreite vorgesehen war, wird gegenwärtig umfassend gesichert und saniert. An seiner Westseite befindet sich ein Stufenportal mit nachträglich angebrachten Strebepfeilern. Im Turm befinden sich drei Grabplatten aus Kalkstein mit Ritzzeichnungen. Darunter die figürliche Darstellung Jakob Volquims (1378) und Petrus Warschow (1402). Die Eingangsstufe ist ein Grabstein von 1757.
 
Friedhof:
Der Friedhof ist um die Kirche angelegt. Mehrere dort vorhandene Grabstelen aus Kalkstein mit Reliefs und Ritzzeichnungen stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hier findet man auch die Gruft der Familie von Balthasar, den Eltern der bekannten niederdeutschen Dichtern Alwine Wuthenow. Weitere Grabstätten gibt es u.a. von Th. Thorild (1808), einem schwedischen Dichter und Philosoph und von Georg Wilhelm Overkamp (1790), einem Professor für morgenländische Sprachen. Das Fachwerk-Pfarrhaus mit Krüppelwalmdach ist das Geburtshaus der Alwine Wuthenow und stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.