Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Groß Kiesow
Kirche St. Laurentius | evangelisch
Die Kirche Groß Kiesow im Landkreis Ostvorpommern wurde vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts aus Backstein erbaut und hat einen älteren Feldsteinchor. 1935 wurden in den Bogenlaibungen des Schiffs florale Ornamente freigelegt und teils verändert. Der Altartisch sowie das Denkmal für die Opfer beider Weltkriege wurden 1988, die Taufstele 1997 angefertigt.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche wurde vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts aus Backstein erbaut und hat einen älteren Chor aus geschichteten Feldsteinen, der aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt. Das Untergeschoss des Turmes verfügt über einen Backsteinsockel. Das Fachwerkobergeschoss von 1653 wurde im Jahre 1900 mit einem Backsteinmantel versehen. Die Giebel weisen u.a. Spitzbogenblenden, Zahnfriese und Blendenkreuze auf. Auch die Fenster haben überwiegend spitzbogige Form.
 
Innenansicht:
Der Kirchenchor überspannt ein kuppelförmiges Kreuzgewölbe, das mit bemalten Bandrippen und rippenbegleitenden Krabben versehen ist und wohl aus der Zeit um 1300 stammt. Das Kirchenschiff ist flachgedeckt und durch Wandpfeiler mit Schildbögen auf Wölbung vorbereitet. 1935 wurden in den Bogenlaibungen florale Ornamente freigelegt und teils verändert, die aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammen.

Der Altartisch sowie das Denkmal für die Opfer beider Weltkriege sind 1988 von Volker Mixsa aus Holz mit Eisen, die Taufstele aus Granit von Rainer Fest 1997 angefertigt. Die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert hat am Korb Ädikularahmungen mit Beschlagwerk sowie Maskenköpfe und Halbfiguren. Weitere Details auf einen Blick: - Wandmalerei aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit verschiedensten Motive und mehrere Weihekreuze. - Taufstein aus poliertem schlesischem Marmor von 1859. - Wappenschieben aus dem 17. Jahrhundert. - Glasfenster mit Kruzifix als Gefallenenehrung von 1920. - Ehemaliges Altargemälde als Kopie der Kreuzigung nach Anton van Dyck um 1700. - Empore mit Vierblattmotiv an der Brüstung aus der Zeit um 1860.
 
Orgel:
M. Fernau aus Stralsund wird der Bau der Orgel von 1862 zugeschrieben. Sie hat einen neugotischen Prospekt und wurde 1963 klanglich umgestaltet.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1830
Hersteller: Simon Zach, Stralsund

Die Glocke ist aus Bronze gegossen. Die zweite Glocke besteht aus Stahl und wurde 1929 hergestellt. Das Turmuntergeschoss hat ein stark profiliertes Stufenportal. Die neugotischen Obergeschosse des Turmes zeigen sowohl spitz- als auch segmentbogige, teils gepaarte Fenster oder Schallöffnungen unter Spitzbögen und Okuli im Scheitel. Die kupfergedeckte Haube hat eine offene Laterne.
 
Friedhof:
Der Kirchhof wird von einer Feldsteintrockenmauer umgeben, in die ein spätgotisches Backsteinportal mit segmentbogiger Durchfahrt und Pforte integriert wurde. Der Friedhof ist um die Kirche angelegt, auf dem mehrere Grabwangen mit guss- und schmiedeeisernen Kreuzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sehen sind. Das Pfarrhaus ist ein Ziegelfachwerkhaus mit Krüppelwalmdach und stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts.