Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern
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Behrenhoff
Kirche | evangelisch
Die Kirche Behrenhoff im Landkreis Ostvorpommern war ursprünglich eine Backsteinbasilika aus dem beginnenden 14. Jahrhundert. Sakristei und Seitenschiff wurden im 17. Jahrhundert. Der Chor verfügt über lübisch beeinflusste Wandmalerei aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Glasmalerei aus den Jahren 1907 bis 1909 stammt von Gottfried Heinersdorff aus Berlin.
Beschreibung Galerie Lage/Anschrift  
 
Außenansicht:
Die Kirche war ursprünglich eine dreischiffige, dreijochige Backsteinbasilika aus dem beginnenden 14. Jahrhundert mit gleich hohem Chor aus geschichteten Granitquadern. Sakristei und Seitenschiff wurden im 17. Jahrhundert abgetragen. Auch der hölzerne Turm wurde 1816 im Zuge der Wiederherstellung des westlichen Blendengiebels abgebrochen. Eine Restaurierung 1857/58 hatte u.a. die Veränderung der Chorfenster und den Einbau von gusseisernen Maßwerken zur Folge. Der Bau enthält viele interessante architektonische Details wie Rundstäbe, Fialen und Fasen.
 
Innenansicht:
Das Mittelschiff der Kirche überspannt ein achtteiliges Rippengewölbe und Gewölbemalerei mit Drolerieköpfen sowie vegetabile Motive und stammt aus dem beginnenden 15. Jahrhundert wahrscheinlich aus der Werkstatt von St. Marien in Stralsund. Der Chor hat eine flache Holzbalkendecke und weist lübisch beeinflusste Wandmalerei mit verschiedensten Motiven aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts auf. Sie wurde 1899 freigelegt und stark ergänzt. Die neugotische Ausstattung mit Kanzel, Taufe, Gestühl und Empore stammt aus 1857/58. Das Altarretabel mit tabernakelartigem Mittelteil mit Rundbogenarkatur wurde 1901 verändert.

Der Kanzelkorb verfügt über Kleeblattbogenblenden und durchbrochenem Maßwerk an der Aufgangsbrüstung. Der Fuß hat eine Spitzbogenarkatur über acht Säulchen. Weitere Details auf einen Blick: Chorgestühl mit Blendarkaden und Dreiblättern an den Rückwänden. Empore mit profilierten Brüstungsfeldern. Taufe aus gotländischem Kalkstein aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert, die Kuppa um 1900 falsch ergänzt. Kalksteingrabplatte von 1617 mit Wappen von Behr und von Lepel. Glasmalerei aus den Jahren 1907 bis 1909 von Gottfried Heinersdorff aus Berlin.
 
Orgel:
Die Orgel mit neugotischem Prospekt wurde 1858 von A. Fischer aus Demmin gebaut und später durch Beyer aus Stralsund erweitert.
 
Glocken:

Anzahl: 2   Herstellungsjahr: 1724
Hersteller: Joachim Metzker, Engel

Die Glocke wurde von Elias Keßler modelliert. Die weitere Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert.
 
Friedhof:
Der Kirchhof, auf dem sich auch das Grabmahl der Familie C.F.W von Behr mit einer Fassade in neuklassizistischen Formen befindet, wird von einer Feldsteintrockenmauer umgeben.